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In Fürth herrscht
Mietennotstand!
Mieten explodieren: Fürth verzeichnet mit einem Anstieg von 9,7 % von 2024 auf 2025 den dritthöchsten Mietanstieg in ganz Bayern.
Sozialer Wohnraum schwindet: Die Zahl der geförderten Wohnungen mit Preisbindung ist von 2.257 (2020) auf 1.746 (2025) gesunken – ein Rückgang von 22,6 %. Bis 2030 laufen die Preisbindungen für weitere 312 Wohnungen aus.
Zwangsräumungen nehmen zu: Ihre Zahl stieg in Fürth von 60 (2024) auf 79 (2025).
Wohngeld wird dringend gebraucht: 2025 wurden 2.217 Anträge auf Wohngeld gestellt.
Kontrolle findet kaum statt: Für die Verfolgung von Verstößen gegen die Zweckentfremdungssatzung – also z. B. gegen Leerstand und Ferienwohnungs-Missbrauch – steht der Stadt gerade einmal eine halbe Stelle zur Verfügung.
Sozialwohnungsbau bleibt weit hinter dem Bedarf zurück: 2025 wurden lediglich 98 Sozialwohnungen fertiggestellt – während allein 2024 insgesamt 1.046 Wohnberechtigungsscheine ausgestellt wurden (756 davon an Fürther Haushalte) und 2025 noch 838 (616 aus Fürth). Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum übersteigt das Angebot bei Weitem.
Wohnen wird für immer mehr Menschen in Fürth zum Luxus. Die Mieten steigen, bezahlbarer Wohnraum wird knapper, und immer mehr Menschen verlieren ihr Zuhause oder stehen kurz davor.
Wir stellen fest: In Fürth herrscht Mietennotstand.
Das ist das Ergebnis politischer Entscheidungen und Untätigkeit.
Wir fordern die Stadt auf, diesen Notstand endlich anzuerkennen und konsequent zu handeln!
Deshalb fordern wir:
Quote für geförderten Wohnungsbau einführen:
- Während Erlangen bereits eine Quote von 30 % und Nürnberg sogar von 40 % hat, gibt es in Fürth bislang keine verbindliche Quote. Das muss sich ändern.
Wohngeldanträge schneller bearbeiten:
- Aktuell dauert die Bearbeitung rund 15 Monate. Wir fordern mehr Personal in der Wohngeldstelle, damit Menschen nicht monatelang auf dringend benötigte Unterstützung warten müssen.
Sozialbindung dauerhaft sichern:
- Bei neu gebautem sozialem Wohnraum darf die Sozialbindung nicht mehr auslaufen, sondern muss dauerhaft bestehen bleiben.
Mietpreisüberhöhung und Mietwucher konsequent verfolgen:
- Bußgelder bei Verstößen, eine personell besser ausgestattete Wohnungsaufsicht im Amt für Wohnen, Soziales und Seniorenangelegenheiten, eine eigene Meldestelle für Betroffene sowie aktive Aufklärung der Mieter*innen über ihre Rechte.
Leerstand erfassen und Zweckentfremdung konsequent ahnden:
- Systematische Erfassung von Wohnungsleerständen, konsequente Durchsetzung der Zweckentfremdungssatzung inklusive spürbarer Bußgelder sowie mehr Personal für die Kontrolle.
